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Personennotrufgeräte: Für kommunale Behörden und Gemeinden wird die Zeit für Digitalisierung knapp

 

Ungefähr 900.000 fernbetreute Personen in Großbritannien könnten davon betroffen sein, wenn BT nach 2023 keine Festnetzleitungen mehr verlegt.

 

Ein Whitepaper von Doro, dem Marktführer für digitale Personennotruflösungen, warnt davor, dass betreuungsbedürftige Erwachsene möglicherweise nicht mehr die erforderliche Notfallhilfe erhalten, wenn sich die kommunalen Behörden und Gemeinden nicht auf die Änderung einstellen.   Telefonnetzbetreiber wie BT und Virgin Media haben angekündigt, Analoganlagen im Jahr 2025 vollständig abzuschalten.

 

„Wenn Dienstleistungsanbieter abwarten und nicht bereits jetzt den Umstieg auf digitale Einheiten einleiten, werden sie einfach nicht die Ressourcen haben, um die Installation noch vor 2025 abzuschließen“, warnt Wendy Darling, Country Director von Doro Care UK.

 

Derzeit gehen viele kommunale Behörden und Gemeinden fälschlicherweise davon aus, dass Analoggeräte auch in digitalen Telefonnetzen funktionieren. Einige Technology Enabled Care Services (TECS, Technologiegestützte Betreuungszentren) melden allerdings schon Ausfallraten  von ca. 11,5 %.

 

„Je näher der Umstieg auf Digitaltechnologie im Jahr 2025 kommt, desto mehr nicht zustande gekommene Anrufe werden wir sehen. Schwedische Gemeinden haben denselben Prozess vor zehn Jahren durchlaufen und meldeten tragischerweise einige Fehlfunktionen mit tödlichem Ausgang“, sagte Darling.

 

Der schwedische Telekombetreiber Telia rüstete sein Kernnetzwerk im Jahr 2007 auf ein Netzwerk der nächsten Generation (NGN) auf. Kurz danach starb ein 76 Jahre alter Mann, als sein analoges Personennotrufgerät über seine analoge Telefonleitung keine Verbindung zu dem digitalen Netzwerk herstellen konnte. In jenem Jahr wurde davon ausgegangen, dass 20 % der Notrufverbindungen über ein Netzwerk der neuen Generation nicht zustande gekommen sind.

 

Es gab allerdings auch Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Netzwerke in Großbritannien. Während der frühen Versuchsläufe mit digitalen Systemen stellte sich heraus, dass einige der dafür ausgewählten Mobilnetze in bestimmten Bereichen keine gute Erreichbarkeit gewährleisten konnten.

 

„Die Antwort hierauf besteht darin, die Ausgabe von SIM-Karten nicht mehr durch die kommunalen Behörden und Gemeinden, sondern durch die Diensteanbieter durchführen zu lassen. Roaming-SIMs, die speziell für Anwendungen zwischen Geräten ausgelegt sind, gehören zum Leistungsumfang aller Digitalsysteme von Doro Care. Verbindungsprobleme treten deshalb selten auf. Falls es doch einmal zu Problemen kommt, wird sofort Support geleistet“, sagte Darling.

 

Doro stellt auf der The International Technology Enabled Care Conference 2019 der ICC in Birmingham am 15. und 16. Oktober 2019 aus.